Das Teleobjektiv ist im Gegensatz zum Weitwinkelobektiv ein “Fernglas” für alle Arten von Kameras.
Es wird dann benötigt, wenn ein Objekt nicht aus nächster Nähe fotografiert werden kann, wie beispielsweise die Kugel des Berliner Fernsehturmes.
Moderne Digitalkameras haben zu diesem Zweck einen eingebauten Zoom, der jedoch nicht immer ausreicht.
Einen weiteren Sinn des Einsatzes von Teleojektiven ist der, dass man die Größenverhältnisse von Objekten besser verdeutlichen kann. Fotografiert man beispielsweise eine Person, die in einem Strandkorb sitzt und die Beine ausgestreckt hat, mit einer gebräuchlichen Kamera und Objektiv aus unmittelbater Nähe, hat sie dann auf dem resultierendem Foto übergroße Füße. Der Körper ist dann im Verhältnis gesehen viel zu klein. Macht man das aber aus größerer Entfernung mit einem Teleobjektiv, kommen die natürlichen Größenverhältnisse von Füßen und Körper bedeutend natürlicher heraus. Je weiter entfernt, desto besser wird die Ablichtung.
Teleobjektive können aber auch verfälschen. Das ist beispielsweise bei Fernsehkameras so, die beispielsweise Formel-1-Rennen filmen, die live übertragen werden. Die Teleobjektive, die sich teilautomatisch der Entfernung anpassen, nehmen dann beispielsweise das Bild eines Rennwagens auf, der noch ein paar hundert Meter entfernt ist, sich nähert, aber immer in gleicher Größe gehalten wird. Der Zuschauer glaubt gelegentlich, dass er da auch mit seinem Trabi mitfahren könnte. Die wahre Geschwindigkeit wird einem nur kurzzeitig beim Kameraschwenk bewusst, wenn sich das Auto kurzzeitig auf Höhe der Kamera befindet. Danach scheint der Rennwagen wieder zu “schleichen”.