Back to the Basics

Die preiswerteste und einfachste Form für einen Campingurlaub ist das Zelten. Allerdings bezahlt man den zum Wohnwagen oder Wohnmobil vergleichbar geringen finanziellen und organisatorischen Aufwand im Vorfeld des Urlaubs mit einfachstem Komfort am Urlaubsort. Doch auch der kann seinen Reiz haben, denn man geht “Back to the Basics” und macht Urlaub in der Natur.

Campingzelte gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Größen. Beliebte Modelle für Rucksack- oder Motorradtouristen sind Igluzelte. Die kleinsten sind für ein bis zwei Personen konzipiert. Sie haben eine Kabine und idealerweise ein kleines Vordach zur Aufbewahrung des Gepäcks. Größere Modelle fassen bis zu sechs Personen, haben einen separaten Innenraum und mehrere Kabinen. Igluzelte bestehen in der Regel aus Fiberglasstäben, die in die Kabine eingezogen und aufgespannt werden. Man sollte darauf achten, dass ein so genanntes Überzelt dazugehört. Es handelt sich um eine zweite Plane, welche im Abstand von einigen Zentimetern über das Innenzelt gespannt wird. Diese Lösung bietet einen besseren Schutz vor Nässe und Kälte.

Will man ein wenig mehr Komfort, aber möchte nicht gleich auf einen Wohnwagen umrüsten, dann kommen so genannte Steilwand-, Haus- oder Bungalowzelte in Frage. Sie haben Größen bis zu 40 Quadratmetern und man kann in ihnen bequem stehen. Es gibt je nach Größe mehrere Kabinen, einen Vorraum und ein versetzbares Vordach, so dass man zwischen einem großen Aufenthaltsbereich oder einem Sonnensegel wählen kann.

Grundausrüstung ist zwar ein eindeutiger Begriff.
Wenn es um die Grundausrüstung eines Campers geht, verliert sich diese Eindeutigkeit allerdings ein wenig.
Drei Wochen Wildniswandern in Finnland stellen andere Anforderungen an die Grundausrüstung, als ein Wochenende im Zelt, am Rande eines Hard-Rock-Festivals. Vor allem steht auch die Frage des Transports im Vordergrund: per Rucksack, im Auto, eventuell im Boot?
Kein Camper ohne Zelt. Das Angebot ist weitgefächert. Es beginnt mit Zelten für eine Person und endet bei mobilen Unterkünften für acht Personen in zwei getrennten Schlafkabinen samt geschütztem Sitzplatz.
Je nach gewähltem Campingzelt ist zu bedenken, daß einige Ersatzheringe und Abspannleinen notwendig sind. Die Heringe müssen auch in den Boden gebracht werden, also ist ein Zelthammer kein Nachteil.
Die gute alte Luftmatratze wird heute gerne durch Iso-Matten oder selbstaufblasende Matratzen ersetzt. Zur Luftmatratze gehört immer auch ein Blasebalg oder eine Luftpumpe.
Ein Schlafsack gehört ebenfalls zur Grundausrüstung, obwohl im Sommer auch eine Decke ausreichen kann.
Sofern keine Fastenwanderung geplant ist oder nicht ständig ein Gasthaus angelaufen werden soll, kommt die Frage nach der Kochgelegenheit auf. Für Minimalisten gibt es Kocher und Töpfe als klein verpackbare Einheit. Ein faltbarer Wasserkanister ist nicht lebensnotwendig, aber bequemer als Wasser im Topf zu tragen.
Grundsätzlich ist die Frage, welcher Brennstoff verwendet werden soll: Gas, Benzin, Spiritus? Die Wahl richtet sich nach Ziel der Reise, ihrer Länge und der Jahreszeit. Für die nächtliche Beleuchtung sorgt eine Campinglampe, die auf den Kocher-Brennstoff abgestimmt ist.
Klapptisch und Klappstühle? Es geht auch ohne, aber ab hier - wie bei vielen anderen Dingen - beginnt der Bereich der persönlichen Bequemlichkeit.